Publikationen

Als ein Verein am Schnittpunkt von Therapie und Menschenrechten suchen wir Kontakt zu Verbänden und Organisationen, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind und sich für Menschenrechte engagieren. Neben therapeutischer und medizinischer Arbeit mit den KlientInnen hat Hemayat daher auch noch folgende Schwerpunkte:

  • Hemayat leistet durch seine Arbeit einen Beitrag zum Menschenrechtsdiskurs und zur Sensibilisierung für die weltweiten Auswirkungen von Krieg und Folter.
  • Hemayat ist bemüht, durch die Präsenz unserer Themenstellung in den Medien, bei Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Publikationen ein breites Bewusstsein für die Folgen von extremer Traumatisierung zu schaffen.
  • Durch Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungsveranstaltungen für Berufsgruppen, die mit Flüchtlingen arbeiten, versucht Hemayat, das Wissen über Posttraumatische Belastungsstörungen zu vergrößern und damit zur Reduktion von retraumatisierenden Erlebnissen bei den Betroffenen in Österreich beizutragen.

Durch wissenschaftliche Arbeiten über die Folgen von Folter und Krieg, die Teilnahme an internationalen und nationalen Symposien in unserem Fachbereich und wissenschaftliche Vorträge und Publikationen leisten wir einen Beitrag zum besseren Verständnis des Themas Psychotraumatisierung und zur Verbesserung der therapeutischen Behandlung.

 

ÜBERLEBEN - eine Festschrift anlässlich des 20 jährigen Bestehens von HEMAYAT

Namhafte UnterstützerInnen von HEMAYAT schreiben über Menschrechte, Politik, Sprache, Psychotherapie, Flucht und Asyl und Integration. Wir danken Manfred NOWAK, Barbara PREITLER, Nina HORACZEK, Ruth WODAK, Brigitte LUEGER-SCHUSTER und Martin SCHENK.

Die Festschrift können Sie hier als pdf herunterladen.

Krieg und Folter im Asylverfahren: Eine psychotherapeutische und juristische Studie.

Im Leben von Flüchtlingen bedeutet erlittene Folter eine einschneidende Zäsur. Die während der Folter erfahrene Machtlosigkeit kann zu tiefgreifenden psychischen Veränderungen führen, die das gewohnte Leben, seine Werthaltungen und Einstellungen in Frage stellen. Unter Folter erlittene Traumata wirken somit weit über die Dauer der unmittelbar lebensbedrohlichen Ereignisse hinaus. Hat ein Opfer von Gewalt auf verschlungenen und in der Regel gefährlichen Fluchtwegen endlich Österreich erreicht, findet es sich erneut in einer – nicht nur rechtlich – unsicheren Situation wieder.

Dieses Buch ist das Ergebnis einer Studie, in deren Rahmen die Situation von Flüchtlingen im österreichischen Asylverfahren anhand von Beispielen in 14 Einzelfällen aus psychotherapeutischer und rechtswissenschaftlicher Sicht untersucht wurde. Aus psychotherapeutischer Perspektive liegt der Fokus auf den Auswirkungen des Asylverfahrens auf die psychosoziale Situation der Betroffenen sowie umgekehrt, den Konsequenzen von Traumatisierung und Psychotherapie für das Asylverfahren. Die rechtswissenschaftliche Analyse widmet sich vor allem den Themen der Identifizierung der Menschen als Opfer von Gewalt im Asylverfahren und dem Dublin-Verfahren sowie der Prüfung der Glaubwürdigkeit bei traumatisierten  Asylsuchenden. Darüber hinaus werden auch der Zugang von Flüchtlingen zu medizinischer, psychologischer und psychotherapeutischer Betreuung im Aufnahmeland Österreich und die Rolle des Weltstrafrechts- und Weltzivilrechtsprinzips erörtert.

Dieses Forschungsprojekt wurde von Zukunftsfonds und MA7 (Wien) finanziert und ist im Neuen Wissenschaftlichen Verlag erschienen.

Eine Zusammenfassung finden sie hier als pdf.

15 Jahre Hemayat: Abbilder der Folter

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens von HEMAYAT - Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende haben Siroos Mirzaei und Martin Schenk das Buch „Abbilder der Folter Hemayat: 15 Jahre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen“ (Mandelbaum Verlag) herausgegeben, in welchem unsere ExpertInnen verschiedenster Fachrichtungen wie Psychologie, Psychotherapie, Medizin und Sprachwissenschaften von ihren mannigfaltigen Erfahrungen aus langjähriger Tätigkeit mit Menschen, die Folter und Krieg erlebt haben, berichten.

Publikationen von Hemayat MitarbeiterInnen in den letzten Jahren:

 •Dabic, Mascha: Reibungsverluste. Roman. Wien: Edition Atelier, 2017

 •Brauner, Sonja / Eder, Sigrun / Gasser, Evi: Karim auf der Flucht - Das Bilder-Erzählbuch für heimische Kinder und ihre neuen Freunde von weit her. Salzburg: Edition Riedenburg, 2017

 •Schaffler, Yvonne / Ramirez Castillo, Nora /Jirovsky, Elena: „Das Warten bringt uns wirklich um!“ Gesundheitliche und psychologische Aspekte von Krieg, Flucht und Leben im Exil. In: Binder, S. & Fartacek, G. (Hg.): Facetten von Flucht aus dem Nahen und Mittleren Osten. Wien: Facultas-Verlag, 2017, S. 227-250

 •Preitler, Barbara: An ihrer Seite sein. Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen. Wien: Studienverlag, 2016

 •Ley, Clemens / Lintl, Edita: „Movi-Kune – gemeinsam bewegen“: Bewegungstherapie mit Kriegs- und Folterüberlebenden. In: Spectrum 26, Vol. 2014, Issue 2, S. 1-27  

 •Zandieh S., Bernt R., Knoll P., Wenzel T., Hittmair K., Haller J., Hergan K., Mirzaei S.: Analysis of the Metabolic and Structural Brain Changes in Patients With Torture-Related Post-Traumatic Stress Disorder (TR-PTSD) Using ¹⁸F-FDG PET and MRI. Medicine.2016 Apr;95(15):e3387. (Pdf)

• Preitler, Barbara: Psychotherapie mit  schwer traumatisierten tschetschenischen Flüchtlingen in der „Festung Europa“. In: Feldmann, Robert E. u. Seidler, Günter H. (Hg.): Traum(a) Migration. Aktuelle Konzepte zur Therapie traumatisierter Flüchtlinge und Folteropfer. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2013,S. 167 – 181

• Preitler, Barbara: Der Bruch in der Seele und die Ressourcen der Heilung. In: Khorassani-Michels, Maryam (Hg.): Spuren des Lebens. Transpersonale Psychotherapie und unsere Verantwortung in der Welt.  Wien: Ibera Verlag, 2012,  S. 152 – 161

• Preitler, Barbara: When Disaster Strikes in Time of War. Traditional Healing and Psychosocial Training Help Divided Communities Mourn Together. In: International Journal of Applied Psychoanalytic Studies. Vol. 9, Issue 3 2012, S. 233-248 (Online)

• Preitler, Barbara : Psychotherapeutic support for traumatized refugees in Austria. In: Rieck, Miriam (Hg.): Traumatic effects of the Holocaust and other persecutions. Theoretical interpretations and reflections in the arts. Berlin: regener, 2012, S. 51 - 61

• Mirzaei, Siroos / Hardi, Lilla / Wenzel, Thomas: How to combat torture if perpetrators are supported by a religious “justification”. In: TORTURE. Journal of Rehabilitation of Torture Victims and Prevention of Torture. Vol. 21, Nr. 3, 2011, S. 173-177 (Online)

• Wieltschnig, Sigrid: Zum Beziehungsgeschehen in der Arbeit mit Trauma-Überlebenden. In: Phänomenal - Zeitschrift für Gestalttheoretische Psychotherapie. Vol. 2, Issue 1, 2010, S. 12-20

• Ottomeyer, Klaus /Preitler, Barbara /  Spitzer, Helmuth (Hg): Look I am a Foreigner. Interkulturelle Begegnung und psychosoziale Praxis auf fünf Kontinenten. Klagenfurt: Drava Verlag, 2010

•Brauner, Sonja: Ich mach dich Messer! - Psychotherapiepraxis. Systemische Notizen, Heft 01, 2010, 16-18 (Online)

• Kronsteiner, Ruth: Der Adler fliegt in Tschetschenien wie in Österreich oder Integration durch Psychotherapie? In: Langthaler, Herbert (Hg.): Integration in Österreich. Sozialwissenschaftliche Befunde. Innsbruck: StudienVerlag, 2010, S. 49-64

• Kronsteiner, Ruth: Die Bedeutung des Kulturellen in der Psychotherapie oder die Wichtigkeit eines bewussten Kulturbegriffs. In: Burian-Langegger, Barbara (Hg.): Kindheit und Migration - Das Unbewusste in der transkulturellen Begegnung. Wien: Verlag der Apfel, 2009, S.131-160

• Kronsteiner, Ruth: Migrationsprozess -Trauma - Gesundheit. Theoretische Grundlagen der psychosozialen Unterstützung von MigrantInnen. In: Six-Hohenbalken, Maria / Tosic, Jelena (Hg.): Anthropologie der Migration. Theoretische Grundlagen und interdisziplinäre Aspekte. Wien: facultas.wuv, 2009, S. 322-343

• Behn, Heidi / Galidescu, Elena (Hg.): Der verlorene Schlüssel. Ein Buch des Lebens nach dem Überleben. Wien: Publish Pool, 2006

• Ottomeyer, Klaus / Renner Walter (Hg.) unter Mitarbeit von Barbara Preitler: Interkulturelle Trauma-Diagnostik. Probleme, Befunde und Richtlinien für die Begutachtung von Asylsuchenden. Klagenfurt:  Drava Verlag, 2006

• Preitler, Barbara: Ohne jede Spur ... Psychotherapeutische Arbeit mit den Angehörigen „verschwundener“ Personen. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2006

• Götsch Barbara / Preitler Barbara: Traum(a)insel. Reflexionen über psychische Bewältigung von Bürgerkrieg und Tsunami in Sri Lanka. In: Weinhäupl, Heidi / Wolfsberger, Margit (Hg.): Traumainseln? Tourismus und Alltag in "Urlaubsparadiesen". Münster: LIT-Verlag, 2006, 111-126

• Kronsteiner, Ruth: Systemische Therapie und Ethnopsychoanalyse – die Ressourcen des methodenübergreifenden, interdisziplinären Denkens in migrations-, trauma- und kulturspezifischer Psychotherapie. In: Mehta, Gerda / Zika, Erik (Hg.): Systemische Grenzgänge. Wirksames und Wirkendes im Zwischenmenschlichen. Wien: Krammer-Verlag, 2006, S. 283-296

• Mirzaei, Siroos / Knoll, Peter / Köhn, Horst: Medizinische Aspekte der Objektivierung von Folterfolgen. In: Wiener Klinische Wochenschrift, Vol. 116, Issue 15/16, 2004, S. 568-574

• Preitler, Barbara: Folter erzeugt Hilflosigkeit - Überlegungen zu möglichen therapeutischen Konzepten wider die Hilflosigkeit. In: Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin, Heft 2, 2004, S. 31-42

• Preitler, Barbara: Psychologische Betreuung von Flüchtlingen in Österreich. In: Metha, Gerda (Hg.): Die Praxis der Psychologie. Ein Karriereplaner. Wien, New York: Springer, 2004, S. 361-372

• Kronsteiner, Ruth: Kultur und Migration in der Psychotherapie. Ethnologische Aspekte psychoanalytischer und systemischer Therapie. Frankfurt am Main: Verlag Brandes & Apsel, 2003

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HEMAYAT – Betreuungszentrum für
Folter- und Kriegsüberlebende

Sechsschimmelgasse 21
1090 Wien

Tel. /Fax: +43 1 216 43 06
office [at] hemayat.org

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Di, Do 13.00 – 17.00 Uhr

 

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