Wenn jedes Wort zählt... Die besondere Rolle der Dolmetscher:innen in der Traumatherapie
29.09.2026
Bei HEMAYAT arbeiten derzeit 41 für Traumatherapie speziell geschulte Dolmetscher:innen in 34 Sprachen. In der Traumatherapie nehmen sie eine besondere Rolle ein, denn für viele Klient:innen ist die Möglichkeit, in der eigenen Sprache zu erzählen, eine wichtige Voraussetzung dafür, sich auf eine Therapie einzulassen. Es ist auch in der Muttersprache oft schwer genug, Worte für das Schreckliche zu finden.
"Sprache ist in der Psychotherapie nicht nur Kommunikationsmittel, sondern diagnostisches Mittel zugleich", erklärt Dr. Mascha Dabic, langjährige Dolmetscherin bei HEMAYAT. In der Traumatherapie ist Dolmetschen weit mehr als die Übertragung von Wörtern von einer Sprache in die andere. Anders als etwa bei einer Konferenz oder einem Geschäftstermin geht es nicht darum, Aussagen zu glätten, rhetorisch aufzuwerten oder Unklarheiten aufzulösen.
Im Gegenteil: Die Psychotherapeut:innen sind darauf angewiesen, zu erfahren, wie die Klient:innen sprechen. Unvollständige Sätze, unklare oder widersprüchliche Aussagen sowie die Art, Gedanken zu formulieren, können für die therapeutische Arbeit von Bedeutung sein.
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